By

Unsere Reise in die Karibik beginnt turbulent. Wir fliegen am Gründonnerstag nach der Arbeit von München nach London, um dort eine Nacht zu bleiben und am nächsten Tag von Gatwick nach Antigua zu fliegen.

Es fängt schon damit an, dass, als wir um 22 Uhr in Heathrow ankommen, am Gepäckband kein Koffer von uns ist. Wir warten bis der letzte Koffer weg ist und wollen schon leicht panisch in Richtung Gepäckermittlung gehen, als wir feststellen, dass genau um die gleiche Zeit ein zweiter Flug aus München angekommen ist und, dass wir am falschen Band stehen. Aufatmend nehmen wir unsere Koffer entgegen und verlassen den Ankunftsbereich. Meine Recherchen hatten ergeben, dass uns der National Express Bus am einfachsten zum Gatwick Flughafen bringen könnte, von wo wir noch ein Taxi oder zweiten Bus zu unserem Hotel nehmen könnten. Der Schalter von National Express ist schon geschlossen, so dass wir mit einem Automaten vorlieb nehmen müssen. Wir stecken die gewünschten 50 Pfund in den Geldschlitz, es rattert und nichts weiter. Keine Fahrkarte, keine Quittung, nichts. Mittlerweile ist es fast 23 Uhr und unsere Laune ist nicht, wie sie am Urlaubsanfang sein sollte. Ich renne von einem Schalter zum nächsten, aber kein Mensch fühlt sich für den National Express Automaten verantwortlich. V ist an der Maschine stehen geblieben, für den Fall, dass sie doch noch was ausspuckt. Irgendwann komme ich resigniert zurück, erzähle gerade einem fremden Menschen von unserem Unglück und stecke meine Hand nochmal in den Ausgabeschlitz, um ihm zu zeigen, dass rein gar nichts rausgekommen ist, als ich ein Stück Papier fühle. Ich verdrehe mein Handgelenk ein wenig und greife noch tiefer in den Schacht und siehe da, als ich an dem Zettel ziehe, kommen unsere Tickets heraus. Also, ein zweites Mal scheinbares Unglück, wohl aber eigentlich nur unsere eigene Dummheit. Nichts wie weg hier! Wir schnappen uns unsere Tickets und machen uns auf den Weg zu den Bussen, um zu erfahren, dass der nächste Bus erst 45 Minuten später fährt. Wir sind so müde!

Nachdem der Bus dann endlich kommt und wir eine Stunde später am Gatwick Flughafen ankommen, stellen wir fest, dass es keinen Taxistand wie anderswo gibt, sondern einen Schalter, an dem man Taxis bestellen muss. Wir bestellen und warteten bis die Leute vor uns ihre Taxis bekommen und irgendwann endlich unser Taxifahrer erscheint. Der Mann am Schalter hatte uns gesagt, das Taxi würde 10 Pfund kosten, somit haben wir noch genau genug Geld für den Bus am nächsten Morgen. Als uns der schweigsame Taxifahrer bei unserem Hotel absetzt, verlangt er auf einmal 13 Pfund von uns. Das Ganze nimmt irgendwie kein Ende! Nach kurzer Diskussion belässt er es bei 10 Pfund und fährt wütend davon. Die Nacht verläuft erfreulich unspektakulär. Als wir jedoch am nächsten Morgen im Flughafen Shuttle stehen und ich unsere restlichen Pfund nicht finden kann, ist die Situation wieder mehr als absurd. Der freundliche Busfahrer nimmt uns trotzdem mit und selbst als ich einige Minuten später das Geld finde, lehnt er eine Zahlung ab.

Endlich sitzen wir im Flugzeug und sind bereit diesen freudlosen Zwischenstopp schnell hinter uns zu lassen, als der Kapitän eine Durchsage macht, dass ein Teil der Maschine defekt sei und ausgetauscht werden müsse. Er erklärt uns im Detail, was schief gehen könne, wenn es keinen Austausch gäbe und dass unsere Sicherheit allererste Priorität hätte. Too much information! Mit einer Stunde Verspätung fliegen wir dann endlich los in Richtung Sonne.

Antigua Flag

Kurz vor Ankunft füllen wir unsere Einreiseformulare aus, wobei mir auffällt, dass ich die Adresse des Ferienhauses meiner Tante, in dem wir wohnen werden, gar nicht habe. Ich beschließe aber, dass das kein Problem sein wird, da meine Tante am Flughafen eine bekannte Frau ist und sie uns ja sowieso abholen wird. Leider sind die Beamten anderer Meinung. Ohne Adresse werden sie uns nicht einreisen lassen. Ich gebe ihnen die Telefonnummern meiner Tante, damit sie bei ihr anrufen, aber sie erreichen sie nicht. Daraufhin heißt es, bis hier ein Fortschritt stattfindet, müssen wir in den vorläufigen Arrestraum, den sogenannten temporary detention room. Wann fängt dieser Urlaub endlich an??

Detention room airport Antigua

Irgendwann erreiche ich meine Großcousine, die mir die Adresse meiner Tante gibt, womit wir dann auch endlich einreisen dürfen. In der Zwischenzeit habe ich erfahren, dass meine Tante kurzfristig auf eine andere Insel geflogen ist und meinen Cousin zum Abholen geschickt hat. Dieser wiederum hat seinen Flughafenausweis nicht finden können und ist deswegen nicht bis hinter die Einreisezone zu uns vorgedrungen. Endlich verlassen wir den Flughafen und begrüßen meinen Cousin. Dieser ist ein wenig betrübt. Er hat seinen Autoschlüssel im Fahrzeug eingesperrt und kommt nicht mehr in sein Auto. Ich denke mir, das glaubt mir niemand, wenn ich das erzähle! Wir holen unseren Mietwagen ab, die kleinste Automatikklasse, die es gibt und quetschen meinen Cousin, uns zwei und unsere Koffer irgendwie hinein. Ich fahre los und wundere mich noch, dass es mir so schwer fällt ein Gefühl für das Auto und die Bremse zu bekommen. Wie Fahranfänger stottern wir über den Parkplatz. Sehr viel später fällt mir erst auf, was ich falsch mache: Vor lauter Aufregung und Übermüdung versuche ich mit einem Fuß zu bremsen und mit dem anderen Gas zu geben…

Auf dem Weg ins Haus halten wir noch bei einem Supermarkt und kaufen Brot und Milch fürs Frühstück. Beim Haus angekommen, wollen wir nur noch schlafen. Wir machen uns bettfertig und wollen gerade ins Schlafzimmer gehen, als die Badezimmertür zugeht und sich nicht mehr öffnen lässt. Ich erinnere mich, dass mir das gleiche vor einigen Jahren hier schon mal passiert ist. Von innen muss der Schließknopf gedrückt gewesen sein und wenn dann die Tür ins Schloss fällt, ist sie verschlossen. Für den Moment ist uns das egal. Wir gehen schlafen. Am nächsten Morgen gehen wir in der leeren Wohnung im Untergeschoss auf die Toilette und ich bin froh, dass an meinem Schlüsselbund nicht nur die Schlüssel für unsere Wohnung hängen. Wir beschließen zu frühstücken, aber wo ist unser Brot? So wie es aussieht, haben wir es am Vorabend vor lauter Chaos im Supermarkt liegen lassen. Wann fängt dieser Urlaub nur endlich an?

Nach dem Frühstück fangen wir an zu googlen und finden auf YouTube ein Video, das uns zeigt, wie wir die Badezimmertür aufknacken können. Halleluja! V schafft es tatsächlich! Leider ist es draußen grau und verregnet. Das hatte ich V anders versprochen. Ich glaube meine Worte waren „In der Karibik ist immer schönes Wetter!“. Wir sitzen auf der Veranda, von der man sonst einen wunderschönen Blick auf die Falmouth Bucht hat und warten bis der Himmel heller wird. Wir beschließen in die Stadt zu fahren und packen unser Zeug zusammen. Kurz vor der Abfahrt fällt die Schlafzimmertür ins Schloss und….ist abgeschlossen. Beim Ausprobieren an der Badezimmertür müssen wir den Knopf an der Schlafzimmertür gedrückt haben und nun haben wir das gleiche Theater. Aber diesmal haben wir Übung und knacken die Tür innerhalb kurzer Zeit.

door knob

Rain over Falmouth Harbour - Antigua

Falmouth Harbour - Antigua

Und dann fängt der Urlaub tatsächlich an. Wir schauen uns die Hauptstadt St. John’s an, was trotz des Regens ein ganz gemütlicher Flecken Erde ist und treffen uns abends mit meinem Cousin Courtney und seiner Tochter Zion auf ein Bier am Strand. Wir erkunden die verschiedenen Ecken der Insel wie English Harbour und Nelson’s Dockyard, fahren den Fig Tree Drive entlang durch Regenwald, essen wie die Einheimischen und genießen das schöne Wetter, wenn es nicht gerade regnet.

St. John's - Antigua - people

St. John's - Antigua

St. John's - Antigua

St. John's - Antigua

St. John's - Antigua

Market St. John's - Antigua

Pigeon Point Beach - Antigua

Nelson's Dockyard - Antigua

Nelson's Dockyard - Antigua

Nelson's Dockyard - Antigua

Nelson's Dockyard - Antigua

Grace before meals - English Harbour - Antigua

An Courtney’s Geburtstag gibt es auf der Veranda meiner Tante V Berge von Lobster mit noch mehr Knoblauch! Und als Geschenk bekommt er eine Inselumrundung auf einem Katamaran. Damit er nicht so alleine ist, dürfen seine Tochter und wir zwei mit. 😀

Wadadli cats - Antigua

Dickenson Bay - Antigua

Wadadli Cats - Antigua

Antigua from Wadadli Cats tour

Antigua from Wadadli Cats tour

Antigua from Wadadli Cats tour

An einem anderen Tag lädt uns meine Tante G zu einem Strandpicknick mit vielen Köstlichkeiten ein. Später fahren wir zur Devil’s Bridge, wo die Wellen so hoch schlagen, dass wir Zeugen werden, wie ein Vater mit seiner kleinen Tochter von dem Wasser erfasst und heruntergezogen werden. Glücklicherweise kann der Vater sich und sein Kind retten und außer ein paar Schrammen passiert nichts. Die Straßen auf Antigua sind in so einem schlechten Zustand, dass wir recht schnell beschließen nur tagsüber zu fahren. Einmal fast im Straßengraben reicht uns.

Caribbean delicacies

Devil's Bridge - Antigua

Devil's Bridge - Antigua

Devil's Bridge - Antigua

Devil's Bridge - Antigua

Devil's Bridge - Antigua

Dann ist es Zeit weiterzufliegen. Es geht mit LIAT Air nach Dominica (nicht zu verwechseln mit der Dominikanischen Republik!). Wir wundern uns, als uns wiederholt gesagt wird, schauen wir mal, wann ihr ankommt, immerhin fliegt ihr LIAT, denn überpünktlich landen wir in am Douglas Charles Airport, was am entgegengesetzten Ende der Insel von unserer Mietwohnung liegt. Der Herr von der Autovermietung bietet uns an ein Stück mit uns in Kolonne zu fahren, was wir dankend annehmen, da es schon dämmert und wir was den Zustand der Straßen angeht vom Schlimmsten ausgehen. Wir werden jedoch angenehm überrascht. Trotz des tropischen Sturms Erika in 2015, fahren wir auf fantastischen Straßen mit Fahrbahnmarkierungen, Reflektoren und teilweise sogar Straßenbeleuchtung. Nach eineinhalb Stunden Fahrt durch dunkle, dichte Vegetation kommen wir schließlich in die Nähe dessen, was Google Maps uns als unsere Heimat für die nächsten 8 Nächte anzeigt. Die Straße, in die wir einbiegen sollen, wirkt zwar ein bisschen rau, aber wir haben ja auch einen Geländewagen. Also, fahren wir in den Weg hinein. Rau wird zu steinig und steinig wird zu völlig unmöglich. Wir kriechen im Schritttempo vor uns hin, um bloß nicht schon am ersten Tag einen Platten zu bekommen. Irgendwann stehen wir vor einem Geröllhaufen und sind uns sicher: Das war nicht die richtige Straße. Umständlich versuche ich zu wenden, ohne in die Böschung abzugleiten und führe uns zurück auf die Hauptstraße. Kurz darauf finden wir den richtigen Abzweig und holpern über eine unbefestigte Route auf unser Feriendomizil zu. Eine nette Englische Familie nimmt uns in Empfang. Sie haben freundlicherweise Brot und Milch für uns im Kühlschrank verstaut, sodass wir einfach ins Bett fallen können.

Am nächsten Tag schauen wir uns genauer um. Neben uns ist noch eine leere Ferienwohnung, über uns liegt ein Pool und darüber liegt die große Hauptwohnung der Familie. Wir haben einen tollen Blick zum naheliegenden Meer. Im dazugehörigen Ort, Mero, gibt es einen kleinen Strand und ein paar Geschäfte und Restaurants. Wir fühlen uns sofort wohl.

Hillside House & Apartments - Dominica

Mero Beach - Dominica

Mero Beach - Dominica

Mero Beach - Dominica

Mero Beach - Dominica

Auch hier haben wir nicht nur strahlend blauen Himmel, aber wir genießen trotzdem unsere Zeit. Wir fahren zu den heißen Quellen Ti Kwen Glo Cho mitten in der Natur, bewundern Wasserfälle wie die Trafalgar Falls und Steinsformationen wie Pointe Baptiste und schauen uns kleine Fischerdörfchen wie Soufriere und Scotts Head an.

Ti Kwen Glo Cho - Dominica

Ti Kwen Glo Cho - Dominica

Ti Kwen Glo Cho - Dominica

Ti Kwen Glo Cho - Dominica

Dominica

Dominica

Pointe Baptiste - Dominica

Pointe Baptiste - Dominica

Pointe Baptiste - Dominica

Pointe Baptiste - Dominica

Pointe Baptiste - Dominica

Trafalgar Falls - Dominica

Trafalgar Falls - Dominica

Trafalgar Falls - Dominica

Trafalgar Falls - Dominica

Trafalgar Falls - Dominica

Millie's Bar - Dominica

Coconut vendor - Scotts Head - Dominica

Scotts Head - Dominica

Scotts Head - Dominica

Scotts Head - Dominica

Scotts Head - Dominica

Dominica

An einem Tag beginnen wir eine Wanderung von Cochrane zu den Middleham Falls. Leider hat es die Tage vorher stark geregnet und die kleinen Flussüberquerungen sind nicht so klein wie beschrieben. Beim zweiten Fluss beschließen wir, dass das Ganze nicht sooo viel Spaß macht und drehen wieder um. Als wir wieder im Auto sitzen, fängt es an zu schütten. Wir finden, wir haben uns nochmal ein Bad in heißen Quellen verdient und fahren zum Papillotte Wilderness Retreat mit seinen tropischen Gärten.

Dominica

Way to Middleham Falls - Dominica

Way to Middleham Falls - Dominica

Middleham Falls hike - Dominica

Middleham Falls hike - Dominica

Papillote Wilderness Retreat - Dominica

Flower Papillon Wilderness Retreat - Dominica

Plant Papillon Wilderness Retreat - Dominica

Papillote Wilderness Retreat - Dominica

Nach vier Nächten erfahren wir, dass unsere Hausbesitzer gar nicht fest auf Dominica leben und am nächsten Tag zurück nach England fliegen. Es gibt eine kleine Abschiedsparty, zu der wir eingeladen werden, bei der wir Flush, den Saftbarbesitzer aus dem Dorf und Veronica, eine Tante-Emma-Laden Betreiberin kennenlernen. In der ersten Nacht alleine im Haus kann ich nicht schlafen. Wir sind GANZ SCHÖN alleine im Haus. Auch ringsum ist kein Nachbar direkt neben uns. Wir beschließen die Fenster trotz der Hitze fest zu verschließen, auch wenn ich kaum Luft bekomme. Am nächsten Tag haben wir auf einmal kein Wasser mehr. Weder in der Dusche, noch in der Küche oder in der Toilette. Schöne Bescherung! Ich schreibe Clare, unserer Vermieterin, eine Email. In der Zwischenzeit holen wir uns Wasser aus dem Pool, damit wir wenigstens auf die Toilette gehen können. Unschön ist nicht duschen zu können bei den Temperaturen. Clare schreibt irgendwann, dass das Wasser aufgrund der heftigen Regenfälle verunreinigt wurde und die Kommune das Wasser abgestellt hat. Unten im Dorf erfahren wir, dass nur wir auf dem Berg betroffen sind. Wir gönnen uns einen Saft bei Flush und hoffen, dass wir am Abend wieder Wasser haben. Wir haben Glück!

Hillside House & Apartments Mero - Dominica

Flush's juice bar - Mero - Dominica

Flush's juice bar - Mero - Dominica

Flush's juice bar - Mero - Dominica

V hat noch nie einen Wal gesehen, also versuchen wir unser Glück und buchen eine Whalewatching Bootstour. Während der Fahrt sehen wir einige Delfine aber Wale sichten wir leider nicht. Trotzdem  genieße ich die stürmische Fahrt sehr.

Whalewatching Dominica

Whalewatching Dominica

Whalewatching Dominica

Whalewatching Dominica

Whalewatching Dominica

Whalewatching Dominica

Am Abend koche ich uns noch etwas in unserer Wohnung, als plötzlich das Gas vom Herd ausgeht. Das Gas ist leer! Ich koche vor Wut! Lauwarm essen wir unsere Mahlzeit, nachdem ich Clare nochmal eine Email schreibe. Sie antwortet sofort, dass sie den Hausmeister am nächsten Tag zu uns schicken wird. In der Nacht schlafe ich wieder etwas unruhig und schrecke aus dem Schlaf auf, als ich meine ein Rufen zu hören. Ich halte inne und lausche: „Mornin‘!“ Da ist jemand! Ich setze mich im Bett auf, es ist 7 Uhr morgens und höre wieder „Mornin‘!“. Woher kommt die Stimme? Ich renne zu Tür, die zu den Treppen Richtung Pool führt, mache sie auf und stecke den Kopf raus. Niemand! „Mornin‘!“ Ich drehe mich um und springe zur Balkontür und entsperre sie und reiße sie auf. Niemand! V und ich schauen uns an. Woher kommt die Stimme? Nochmal: „Mornin‘!“. Verdammt! Was ist hier los? Dann ein Rascheln auf unserem Balkon und wieder: „Mornin‘!“. Ich gehe zurück zur Balkontür und plötzlich steht Flush vor mir und lächelt mich an. Clare habe ihn gebeten wegen des Gases vorbeizuschauen. Langsam entspanne ich mich wieder. Ich gebe Flush den Schlüssel zum Poolhaus und er tauscht die Gasflasche für uns aus. Was für ein Morgen!

Später gehen wir in die Hautstadt Roseau. Es ist Sonntag und verregnet. Die Stadt wirkt wie eine Geisterstadt mit unheimlicher Atmosphäre. Der Botanische Garten ist allerdings sehr hübsch. Auf einem Feld wird der Nationalsport Cricket gespielt und es gibt einen kleinen Wanderweg der bis hoch über die Stadt führt. Begleitet werden wir von einem Rudel Hunde, die offensichtlich Gefallen an unserer Tüte KFC gefunden haben. Als wir in einem Supermarkt halt machen, denken wir: So muss es früher in der DDR ausgesehen haben. Leere Regale und so gut wie nichts Brauchbares.

Roseau - Dominica

Roseau - Dominica

Roseau - Dominica

Roseau - Dominica

Botanical Gardens - Roseau, Dominica

Cricket Botanical Gardens - Roseau, Dominica

Botanic Gardens (Jack's Walk) - Roseau - Dominica

View of Roseau, Dominica, from Morne Bruce

Supermarket Dominica

Auf dem Heimweg können wir die Straße, die wir hin benutzt haben, nicht mehr verwenden. Der Regen hat sie komplett unter Wasser gesetzt. Überhaupt sehen wir nun immer mal wieder, was das Wetter auf dieser wunderschönen, üppigen Insel schon angerichtet hat.

Flooded streets Dominica

Streets Dominica

Streets Dominica

Am Tag unserer Abreise fahren wir extra früh los, damit wir vor Einbruch der Dunkelheit am Flughafen sind, um unseren Mietwagen wieder abzugeben. Der Flughafen ist primär eine Wartehalle und ein Ankunftsbereich. Um 21 Uhr sollten wir in Antigua ankommen. Es ist kurz vor Boarding, also trinke ich schnell mein letztes Wasser aus und bin bereit loszufliegen. Da erzählt uns der freundliche Herr am Schalter, dass das Flugzeug noch nicht da sei. Man wisse auch nicht, wann es komme. Wir sollen uns gedulden. Ein bis zwei Stunden würde es sicher noch dauern. Ich gebe meiner Tante auf Antigua Bescheid, die uns eigentlich abholen wollte. Sie sagt, so ist LIAT halt. „Leave Island Any Time“. Wir warten und niemand weiß genaueres. Es gibt kein Restaurant, das noch geöffnet ist und keinen Getränkeautomaten. Wir sitzen also auf dem Trockenen. Nach zwei Stunden heißt es unser Flugzeug würde nun Barbados verlassen und wäre auf dem Weg zu uns. Um 23 Uhr landet das Flugzeug endlich und wir können einsteigen.

Douglas Charles Airport - Dominica

Am Flughafen in Antigua wartet mein Cousin Dennis auf uns, der uns aber aufgrund der Uhrzeit in ein Taxi setzt und dem Fahrer unsere Adresse gibt. Der Fahrer fährt wie ein Verrückter und ich frage mich, ob der alte Mann überhaupt was sehen kann. Bei unserem Haus angekommen, weigert er sich uns den steilen Hügel hoch zum Haus zu fahren. Sein Van würde das nicht schaffen sagt er. Ich bitte ihn uns wenigstens mit unserm Gepäck zu helfen. Er wiederholt nur, dass sein Fahrzeug das nicht schaffen würde. Zweimal spielen wir dieses Spiel, bis es uns zu blöd wird und wir unseren Koffer selber den Hügel hochschleifen.

Während unserer letzten Tage auf Antigua beginnt die Antigua Sailing Week. Für passionierte Segler ein wichtiger Termin. Für uns schön, weil die Zeit von interessanten Events begleitet wird. Zum Beispiel gibt es jeden Abend beim Segelclub Musik, Essen und gesponsorte Getränke. Feevertree Gin-Tonic für € 2,50.  Muss ich noch mehr sagen? An einem Abend bekommen wir VIP Karten von meiner Tante für ein Reggae Festival, an dem Damian Marley auftritt. V ist zwar kein großer Reggae Fan, Spaß haben wir trotzdem. An unserem vorletzten Tag ist eine Strandparty am Pigeon Point Strand, wo wir es uns trotz durchwachsenem Wetters gut gehen lassen.  Es gibt Streetfood, Musik und Strandspiele. V beschließt bei einem Spiel mitzuspielen und während ich noch nach der Kamera greife, hat sie schon gewonnen und ein Freibier ergattert.

Shirley Hights - Antigua

Shirley Hights - Antigua

Shirley Hights - Antigua

Shirley Hights - Antigua

Sailing week Yacht Club - Antigua

Sailing week Yacht Club - Antigua

Damian Marley Reggae Festival - Antigua Sailing week

Damian Marley Reggae Festival - Antigua Sailing week

Reggae Festival - Antigua Sailing week

Pigeon Beach - Antigua

Pigeon Beach - Antigua - Sailing Week

Pigeon Beach - Antigua - Sailing Week

Johnny Cakes - Pigeon Beach - Antigua

Pigeon Beach - Antigua - Sailing Week

Pigeon Beach - Antigua - Sailing Week

Unseren letzten Tag verbringen wir in Half Moon Bay, einer bezaubernden Bucht mit türkisblauem Meer.

Halfmoon Bay - Antigua

Halfmoon Bay - Antigua

S
About the Author

4 Comments

  1. Antonella / 2. Juli 2017 at 22:31 /Antworten

    Unglaubliche Fotos. Da sind wirklich welche dabei, die atemberaubend sind. Und auch der ganze Text. Das ist wie dabei sein. Danke!!!

    • S
      S / 3. Juli 2017 at 14:56 /Antworten

      Vielen Dank! Wir nehmen Dich jederzeit gerne mit. 🙂

  2. R / 3. Juli 2017 at 5:10 /Antworten

    Love it!!
    Those islands just went up on my „places to visit“ list!

    • S
      S / 3. Juli 2017 at 14:55 /Antworten

      Thanks so much! You should definitely go!

Leave a Reply