By

Wir nutzen die Mai-Feiertage und machen nochmal Urlaub in Thailand. Nach einer zweistündigen Busfahrt von Bangkok Richtung Nordwesten entdecken wir eine Stadt, deren Name uns an einen Zauberspruch erinnert: Kanchaaaaaanaaaaabuuuuriiiii! Das ganze noch in einem bassigen, dunkelgefärbten Ton und einer ausladenden Handbewegung wiederholen wir den Namen auf der Fahrt mehrmals, bis wir schließlich am Busbahnhof ankommen und von den ersten Tuk Tuk-Fahrern in ihrer Stadt willkommen geheißen werden. Oder vielmehr davon überzeugt werden sollen, in ihre Taxis einzusteigen. Wir beschließen mit unseren relativ leichten, aber doch ganze 12 Kilo schweren Backpacks in der brütendheissen Mittagssonne loszulaufen. Zu diesem Zeitpunkt denken wir noch, dass die Anlegestelle des Flusses Kwai, wo ein Boot zu unserem Hotel abfahren soll, um die Ecke ist. Nach ca. 15 Minuten in der prallen Sonne fühlt sich mein Kopf an wie Brei. Hitzschlag bei knapp 40 grad im Schatten lautet mein Befund. Zu allem Übel landen wir dann auch noch in einer Sackgasse inmitten einer buddhistischen Klosteranlage. Blöde Idee die kleinen Mönchsjungen zu fragen, wie wir aus ihrem Stift wieder rausfinden. Wir laufen also einfach den gleichen Weg wieder zurück zur Straße. So viel kann ein Mensch nicht schwitzen, denke ich gequält. Tuk Tuk, wo bist du! Hier sind auf jeden Fall keine unterwegs. Später finden wir heraus, dass die motorisierten Dreiräder genauso wie die Taxi-Motorräder gesammelt an dem dafür vorgesehenen Sammelplatz an der genannten Bushaltestelle stehen, wo wir vor ca 20 min ausgestiegen sind.

Nach weiteren 10 Minuten kommen wir dann endlich am Steg an. Da ist aber kein Boot. Nach kurzem Warten spricht uns ein junger Mann an, der den Autofahrern beim Einparken hilft, und signalisiert uns per Handzeichen, dass er jemanden anrufen wird. Wir gehen davon aus, dass er den Bootsfahrer meint. Weitere 10 min vergehen und die Hitze unter dem blassgrünen Plastikdach der Anlegestelle steigt mir zu Kopf. Ich erinnere mich an den Schnee in München und die Minusgrade im April und denke sofort: Immer her mit der Sonne!

Ein weiterer Einheimischer kommt uns zu Hilfe: Der städtische Fährenfahrer, der den Fluss mittlerweile bereits an die zehn Mal mit rollerfahrenden Pendlern beladen überquert haben muss, hat uns wohl auch schon beim Warten beobachtet und versucht sein Glück ebenfalls per Handy. Auch er gibt uns ein Zeichen, dass das Boot bald kommen sollte. Mensch, sind die Leute hier nett, bemerken wir beide. Die Jungs waren erfolgreich. Nach einer halben Stunde tuckern wir endlich über den glitzernden Fluss auf eine kleine, private Insel zu unserem Hotel Kasem Island Resort. Das Warten hat sich gelohnt: Unser Zufluchtsort mit den rustikalen Floating Rafts ist perfekt!

Boat to Kasem Island Resort Kanchanaburi

Boat to Kasem Island Resort Kanchanaburi

Kasem Island Resort Kanchanaburi

Kanchanaburi Kwai River view from Kasem Island Resort

Kwai River view from Kasem Island Resort Kanchanaburi

Kanchanaburi Kasem Island Resort

Kwai River view from Kasem Island Resort Kanchanaburi

Kwai River Blick vom Kasem Island Resort Kanchanaburi bei Nacht

Kanchanaburi ist ein Ort mit viel Geschichte und einigen Sehenswürdigkeiten. Es ist aber auch ein entspannter und angenehm untouristischer Ort (zumindest als wir Anfang Mai dort sind), der wie so viele thailändische Städtchen abends so richtig zum Leben erwacht. Im Zentrum in der Nähe der Bushaltestelle brutzeln unzählige mobile Garküchen. Davor steht ein Meer aus bunten Plastiktischen und -stühlen. Etwas weiter nördlich entdecken wir einen Nachtmarkt mit weiteren Essensständen und gleich daneben auch eine Art Flohmarkt. Wir entscheiden uns gegen den Kauf der Fake-Sekond-Hand-Chucks und laufen weiter zu Kanchanaburis „kleinen Kaosan Road“, einer Kneipenmeile, die ganz in Gegensatz zu Bangkoks Partyviertel etwas ausgestorben wirkt.

Kanchanaburi Nachtmarkt Thailand

Kanchanaburi Nachtmarkt Thailand

Kanchanaburi Nachtmarkt Thailand

Kanchanaburi Nachtmarkt Thailand

Nachtmarkt Flohmarkt Kanchanaburi Thailand

Zurück zu unserem Hotel nehmen wir jeweils einen Taxiroller, denn Tuktuks sind wieder weit und breit nicht zu sehen.

Von Kanchanaburi geht’s am nächsten Tag weiter nördlich entlang des Flusses. Unser Ziel: Mitten rein in den Sai Yok Nationalpark zur River Kwai Jungle Lodge: Etwa 60 Holzhäusschen, die durch einen Steg verbunden sind und mitten im Flusswasser auf Flößen treiben. Der Fluss fließt beständig, die Strömung ist stark und ab und zu fährt ein Long boat vorbei, das Wellen schlägt und die Häuschen so ordentlich ins Wanken bringt.

Anlegestelle Kwai River Yok Nationalpark River Kwai Jungle Lodge Thailand

Bootsfahrt Sai Yok Nationalpark River Kwai Jungle Lodge Thailand

Sai Yok Nationalpark zur River Kwai Jungle Lodge Thailand

Kwai River Yok Nationalpark River Kwai Jungle Lodge Thailand

Kwai River Yok Nationalpark River Kwai Jungle Lodge Thailand

Kwai River Yok Nationalpark River Kwai Jungle Lodge Thailand

Elefantenfütterung Mit Schwimmweste steigen wir beim ersten Häuschen ins Wasser und lassen uns bis zum letzten Haus treiben. Dann laufen wir wieder zurück. Immer wieder, bis wir müde werden und uns auf den Steg direkt vor unserer Hütte in die Sonne setzen, die Füße ins Nass halten und einfach in den vor uns liegenden Urwald schauen. Keine Straßen und kein Strom führen hierher. Abends werden die Petroleumlampen angezündet, was dem schönen Fleckchen Erde noch mehr Zauber verleiht. Es sind primär asiatische Touristen hier, zum Teil Gruppen von jungen Leuten, die bepackt mit Alkohol und Eiswürfeln der Stadt entfliehen und hier in der Natur wohl Party machen wollen. Wir lassen uns die Idylle neben der grölenden Feierhorde nicht kaputt machen und genießen unser Paradies.

Elefantenfütterung Sai Yok Nationalpark River Kwai Jungle Lodge Thailand

Sai Yok Nationalpark River Kwai Jungle Lodge Thailand

Mit Schwimmweste steigen wir beim ersten Häuschen ins Wasser und lassen uns bis zum letzten Haus treiben. Dann laufen wir wieder zurück. Immer wieder, bis wir müde werden und uns auf den Steg direkt vor unserer Hütte in die Sonne setzen, die Füße ins Nass halten und einfach in den vor uns liegenden Urwald schauen. Keine Straßen und kein Strom führen hierher. Abends werden die Petroleumlampen angezündet, was dem schönen Fleckchen Erde noch mehr Zauber verleiht. Es sind primär asiatische Touristen hier, zum Teil Gruppen von jungen Leuten, die bepackt mit Alkohol und Eiswürfeln der Stadt entfliehen und hier in der Natur wohl Party machen wollen. Wir lassen uns die Idylle neben der grölenden Feierhorde nicht kaputt machen und genießen unser Paradies.

Sai Yok Nationalpark River Kwai Jungle Lodge Thailand

Sai Yok Nationalpark River Kwai Jungle Lodge Thailand

Sai Yok Nationalpark River Kwai Jungle Lodge Thailand

Sai Yok Nationalpark River Kwai Jungle Lodge Thailand

Tags:
About the Author

 

Leave a Reply