Szenig, trendig, Hippster-München?!

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Der Süddeutsche Artikel Wer ausgehen möchte, muss bald raus aufs Land fahren von dieser Woche stimmt mich nachdenklich.

Raus aufs Land?!? Mir stellen sich alle Nackenhaare auf bei dem Gedanken. Ich komm‘ vom Land… mich bringen da keine zehn Pferde mehr hin! Aber der clevere Hr. Schubert schafft es auf jeden Fall, mich mit seinem catchy title auf sein Werk aufmerksam zu machen.

Eines unserer Lieblings-Restaurants wurde letztes Jahr aus dem Glockenbachviertel vertrieben. „Die Pacht hat sich verdoppelt.“ klagte die Besitzerin damals. Unser neues Stammlokal ist direkt im Erdgeschoss unseres Mietshauses in Giesing. Aber „laut und stinkend“, wie es der Autor beschreibt, ist es unter unserem Heim nicht. Wir genießen die Lebendigkeit im Viertel. Nicht umsonst haben wir uns eine zentrale Wohnung gesucht und kein Häuschen mit Garten in Allach oder sonst einem Vorort. Da hilft auch die S-Bahnanbindung nix. Wir wollen einmal umfallen und mitten drin sein.

Manchmal fragen wir uns schon, wie lange unser Lieblings-Italiener noch da unten bleibt und freuen uns über jeden Abend, an dem wir Giesinger-Bräu-Trinkende in dem kleinen Lokal mit seinen sieben Tischen erblicken. Vielleicht zahlt unser Gastro-Nachbar hier im schönen Obergiesing noch kein Vermögen für die Freisitze. Doch auch das ehemalige Scherbenviertel ist im Trend und die Mieten steigen. Wir vertrauen darauf, dass wir auch in Zukunft zum Ausgehen nicht aufs Land fahren sondern nur ein paar Stockwerke nach unten gehen müssen.

München Kneipen Lokale Obergiesing

Etwas weniger Realität bitte

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